Wer an diesem Wochenende Spitzenschach sehen wollte, kam und mußte an diesem Wochenende in den Zähringer Keller kommen.
.
Nicht nur Carlsen Bezwingerin GM Nino Batsiashvili (2462),
– gerade erst georgische Landesmeisterin geworden – , sondern weitere GM und IM, deutsche Nationalspielerinnen sowie anderer Nationen waren dort am Brett zu sehen, – nichtzuletzt die amtierende Europameisterin Teodora Injac.
Zu dem kam es zu dem Spitzenduell zwischen dem Tabellenführer Schwäbisch Hall und dem Verfolger OSG Baden-Baden. Und es fiel womöglich eine Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft der Frauenbundesliga im Zähringer Keller. Beide Teams waren bis Samstagabend ungeschlagen: doch am Sonntag schlug Schwäbisch Hall die OSG Baden-Baden deutlich mit 4,5:1,5, wobei an den Brettern 1 + 6 der Vorteil bis weit ins Mittelspiel auf Seiten der Badenerinnen lag, der aber in der Zeitnotphase verspielt wurde. Die Frauen aus Schwaben brachten an diesem Wochenende ihre Top 6 gesetzten Spielerinnen ans Brett: der ELO-Durchschnitt betrug 2415. Das ist wesentlich mehr als der letztjährige Bundesligaabsteiger, der HSK Lister Turm aus Hannover, jemals in seinen Kämpfen aufstellen konnte.
Und ganz überraschend rangen die Zähringer Frauen ihre Tabellennachbarinnen aus Deizisau mit 4:2 nieder; so dass nunmehr in dem 3-rundigen Saisonabschluss vom 17. – 19.04.26 in Bad Königshofen der Klassenerhalt möglich erscheint. Allerdings wird das nur gelingen, wenn die Zähringer Amazonen mit Mader, Trabert, Barbara und Sarah Hund, Tsakona, Paddock, Spiegelberg und Wellenreich antreten. Gerade WGM Bettina Trabert hülfe der Mannschaft enorm. Auch Sarah Hund ist in dieser ersten Frauenbundesliga-Saison eine beeindruckende Verstärkung, zumal sie durch ihre Performance in dieser Spielzeit nebst aktuellen Turnierergebnissen den WFM-TItel erwirbt. Es bleibt zu hoffen, daß die Zähringer Frauen in Bestbesetzung zum Endrundenabschluss antreten.
Für den Schachbezirk sowie für das Freiburger Frauenschach wäre es eine enorme Bereicherung weiterhin eine erstklassige Mannschaft in der Stadt zu haben.
Sicherlich drücken alle Freiburger Schachspieler/-innen sowie der Bezirksvorstand den Zähringer Frauen beide Daumen und wünschen ihnen das Quäntchen Stellungsglück zum Klassenerhalt.





